Team Kulm: Doris und Sigi
Team Süd-Ost: Heli, Tom und Martin
Das Wetter war wunderschön, und der Berg aller Berge - unsa GRIMMA - rief wieder mal nach einer Besteigung ...
und wir erhörten ihn. Also trafen sich am 09.09., um halb sechs Uhr morgens, fünf waghalsige MRB's um auf den Gipfel zu steigen.
Team Kulm:
Die beiden MR-Girls, Sigi und Doris - für zweitere übrigens eine Grimmingpremiere - gingen die Sache vom
Kulm aus an. Im guten Glauben, den Weg gut zu kennen starteten sie los - wozu braucht man in der Morgendämmerung auch
eine Stirnlampe. Nach einer halben Stunde hatten sie aber bemerkt, dass der Berg sich immer weiter von ihnen entfernt,
also schliessen sie daraus, dass sie sich verlaufen hatten. Nach dem Umdrehen ging es dann recht flott über die ersten
Felsen - war es auch das letzte mal wirklich soooo steil? Im Endeffekt waren sie aber trotz anfänglichem Umweg,
und unzähligen Steilstufen im Allradgang trotzdem um eine dreiviertel Stunde früher am Gipfel als das Team-SO...
Team Süd-Ost:
Die drei MRB's, Heli, Tom und Martin starteten in Espang Richtung Grimming-Hütte los.
An dieser angekommen war es sehr, sehr schwierig nicht einzukehren, sondern vorher links Richtig SO-Grad abzubiegen -mit
dem Trost, eh wieder in wenigen Stunden an der Hütte vorbei zu kommen. Dann kam die einzige Leiter und die ersten
steilen Kehren - und die Kraft wurde schön langsam immer weniger. Kurz vorm Einstieg in den Grad gab's noch eine kurze Stärkung
und das Unternehmen SO-Grad konnte beginnen. über die lange Rampe raus, erster Blick nach (ganz weit) unten - Spinn i, geht's do
obi - zweiter Blick nach oben - san de teppert, do muss i aufi - und dann nur noch rauf, Rampe um Rampe, Steilstufe um Steilstufe.
Zwischendurch ein paar ausgesetzte Gradrücken und wieder nur noch rauf - war ja auch die einzige Möglichkeit,
denn runter hätt ich mich eh nimmer getraut. Bei dem Zittern in den Händen war rauf schon schwer genug.
Natürlich hatte ich immer die Hoffnung, dass es schon das Schlimmste war ... aber es kam immer noch ärger.
Ein bissi schräge Platte, unendlich wirkende Kletterein, zwischendurch wieder Abstiege ... und kurz vorm Ziel noch
Krämpfe in den Oberschenkeln - na mehr brauchst nimma. Aber wir haben es dann doch geschafft und vor allem das Gipfelbier
redlich verdient.
Der Abstieg:
Der gewaltig tolle Ausblick und diese tolle Fernsicht an diesem Tag lässt aber jegliche
Anstrengung und auch ängste gleich wieder vergessen. Nach einer einstündigen Pause am
Gipfel ging es dann mit den Mädels mehr oder weniger gemütlich übers Multereck runter zur Grimminghütte.
Der Tom dürfte schon einen gewaltigen Durst gehabt haben, er war nämlich eine dreiviertel Stunde früher unten als alle anderen.
Der Ausklang:
Der Ausklang dieses schönen Tages wurde auf der Grimminghütte gefeiert, und eine allseits
bekannte Erkenntnis hat sich wieder mal bestätigt: geh niemals ausser Haus ohne einer Stirnlampe...